28. März am Limmatquai: So haben wir Zürichs neue Revendo-Filiale eröffnet.

Unsere dritte Zürcher Filiale hat geöffnet. Was dahintersteckt: zwei Wochen Umbau, eine Verlosung, ein Glücksrad und ein Lachen, das nicht aufgehört hat.


28. März am Limmatquai: So haben wir Zürichs neue Revendo-Filiale eröffnet.

28. März Kurz nach 6 Uhr morgens. Zürich Hotel.

Der Wecker hat heute Morgen quälend lange geklingelt. Noch verschlafen und mit halboffenen Augen blicke ich aus dem Fenster. Grauer Himmel. Die paar Frühlingsblumen, die unten neben der Strasse stehen, haben heute auch versucht, sich in ihren dicksten Mantel zu hüllen. Die eine oder andere bereut bestimmt, nicht noch ein, zwei Wochen gewartet zu haben, bevor sie blüht. Der Blick auf mein iPhone bestätigt, was ich schon angenommen habe. Einstellige Temperatur, bewölkt und immer wieder Nieselregen. Na, wenn das mit unserer Eröffnung heute am Limmatquai auch wirklich der grosse Erfolg wird.

Die noch vom Filialumbau verstaubte Hose ziehe ich wieder an. "Wir sind gestern Abend nicht ganz fertig geworden und müssen heute bis 10 Uhr unbedingt noch die Ablage vor den Fenstern final montieren", teile ich unserem CEO am Telefon mit, den Buffetkaffee in der Hand. Hoffentlich vergisst er das iPad nicht, das wir heute verlosen wollen.

"Das war's", rufe ich dem Filialleiter unserer beiden Filialen in Zürich zu, der kurz vor 10 Uhr zur Unterstützung eingetrudelt ist. "Du kannst dein Team gleich zusammentrommeln, dann briefen wir alle und öffnen die Türen", ergänze ich, während ich den Akkuschrauber in die Kiste lege und sie ausser Sichtweite der Besucher:innen schiebe. In knapp zwei Wochen haben wir unsere dritte Zürcher Filiale mitten im Herzen der Stadt am Limmatquai umgebaut, um heute eröffnen zu können. Das Marketingteam hat Newsletter verschickt, wir haben Werbung dafür auf unserer Webseite gemacht und zusammen mit Tsüri für den lokalen Reach gesorgt. Eigentlich kann nichts schiefgehen. Vor allem nicht, weil das Preisipad inzwischen auch aus Basel angekommen ist. Jetzt darf bloss unser Verloser nicht zu spät kommen, um pünktlich um 16 Uhr die grosse Verlosung zu übernehmen.

Punkt 10 Uhr ziehe ich die Tür auf. Die Luft, die hereinstromt, ist immer noch kalt, aber jemand steht schon davor und fragt, ob er rein darf. Er darf.

Was dann beginnt, läuft schneller, als ich erwartet habe. Das Glücksrad, das die Kollegin vorher noch umständlich aufgebaut hat, dreht sich. Klack. Klack. Klack. Und dreht sich wieder. Eine Frau, etwa sechzig, mit Einkaufstüte am Arm, kommt herein, nimmt eines unserer Eröffnungsangebote in die Hand, schaut es lange an, legt es wieder hin, schaut nochmal, kauft. Ich beobachte das aus dem Augenwinkel und stelle fest, dass ich seit dem Buffetkaffee heute Morgen nichts mehr getrunken habe.

Ein Vater mit zwei Kindern. Ein junger Mann, der seit zwanzig Minuten ein iPhone 13 in der Hand hält, ohne sich entscheiden zu können. Eine Gruppe, die wegen Tsüri da ist, das hört man im Vorbeigehen. Draussen rieselt es immer noch. 

Gegen halb vier vibriert das Telefon in meiner Hosentasche. Unser Verloser ist da. Ich schaue auf, sehe ihn schon im Eingang stehen, mit der gleichen Energie, mit der er auch alle anderen Verlosungen in den letzten Jahren gemacht hat. Er macht das so gut, dass man ihm sogar dann zuhört, wenn er gerade live Werbung in eigener Sache macht. Vielleicht liegt das daran, dass er nicht wie jemand klingt, der ein Mikrofon hat, sondern wie jemand, der gerade eine Geschichte erzählt.

16 Uhr. Es wird voller und voller. Das iPad liegt bereit. Die Lose sind in einer Karton-Box. Ein erstes Los wird gezogen. Der Gewinner ist nicht da. Ein zweites Los wird gezogen.

Eine Frau aus dem hinteren Drittel des Ladens geht ein paar Schritte nach vorne. Sie hat gewonnen. Ihr Lachen kommt zuerst leise, dann lauter, dann nochmal lauter, und irgendwann kann sie nicht mehr aufhören. Wir auch nicht.

Ab 17 Uhr Apéro riche. Das Team, das in den letzten zwei Wochen Wände gestrichen, Möbel zusammengebaut und gestern Nacht noch um 23 Uhr Schrauben gezählt hat, hat Gläser in der Hand. Der Filialleiter steht mitten unter ihnen, als hätte er nichts anderes je gemacht. Unser CEO erzählt jemandem von Refurbished, weil er das auch dann macht, wenn er ein Glas in der Hand hat.

Irgendwann später gehe ich noch einmal zur Ablage vor den Fenstern, an der ich heute Morgen um sieben den Akkuschrauber angesetzt habe. Sie halt. Natürlich hält sie. Es gibt Tage, die einen erschöpfen, und es gibt Tage, die einen erfüllen. Der 28. März war beides, in dieser Reihenfolge.

Limmatquai 62, 8001 Zürich
Geöffnet Montag bis Freitag 10:00 Uhr - 19:00 Uhr
Samstag 10:00 Uhr - 18:00 Uhr

 

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