Welches MacBook Air darf's sein?
«Wenn ich schon Geld ausgebe, dann für das neueste Modell.»
Verständlich. Und bei Neupreisen wäre das sogar die richtige Rechnung: Der Aufpreis zur aktuellen Generation ist im Neuhandel meist überschaubar, und du kaufst dir Jahre Software-Support mit dazu. Refurbished kippt diese Logik. Hier stehen drei MacBook-Air-Generationen nebeneinander, und der Preisabstand zwischen ihnen ist grösser als der Nutzenabstand. Die Frage ist also nicht, welcher Air der beste ist. Die Frage ist, welcher dir reicht.
Die Entscheidung fällt nicht auf dem Papier.
Wer ein MacBook Air kauft, vergleicht meistens Zahlen. Kerne, Nits, Gigabyte. Das ist nachvollziehbar, führt aber selten zur richtigen Entscheidung, weil in jedem Datenblatt automatisch das neuere Gerät gewinnt. Nur kaufst du keinen Benchmark, sondern ein Arbeitsgerät für die nächsten Jahre.
Deshalb dreht dieser Guide die Reihenfolge um: zuerst der Bedarf, dann das Gerät. Drei MacBook-Air-Generationen sind im August in unseren Monthly Deals: der 13″ M1 von Ende 2020, der 15″ M4 von Anfang 2025 und der 15″ M5 von Anfang 2026. Alle drei refurbished, alle drei geprüft, alle drei mit Garantie.
Was alle drei gemeinsam haben
Bevor es um Unterschiede geht, das Wichtigste: Keines dieser drei Geräte ist ein Kompromiss.
Alle drei laufen mit Apple Silicon, also mit Apples eigenen Chips. In der Praxis bedeutet das dasselbe Grundgefühl: Das Gerät ist sofort wach, wenn du den Deckel aufmachst, es bleibt unter Last leise (alle drei arbeiten ohne Lüfter, sie sind buchstäblich lautlos), und der Akku hält einen normalen Arbeitstag durch, ohne dass du nach einer Steckdose suchst.
Dazu kommt bei allen dreien: ein Retina-Display mit hoher Auflösung, Touch ID zum Entsperren, ein Aluminiumgehäuse, das nach Jahren nicht knarzt, und Schweizer Tastaturlayout.
Wenn du von einem älteren Windows-Notebook oder einem Intel-Mac kommst, ist jedes dieser drei Geräte ein deutlicher Sprung nach vorn. Ab hier geht es nur noch um Reserve.
Die drei Generationen im Einzelnen
MacBook Air 13″ M1, 256 GB, 8 GB RAM (Late 2020)
Der M1 war der Chip, der 2020 die halbe Branche überrascht hat: ein lüfterloses 13-Zoll-Notebook, das schneller war als Intel-MacBooks mit Ventilator. Fünf Jahre später ist er nicht langsam geworden, er hat nur Gesellschaft bekommen.
Mit 8 GB RAM und 256 GB Speicher deckt er ab, was in Schule und Studium tatsächlich anfällt: Word, Excel, PowerPoint, Recherche mit vielen Tabs, Notizen, Videocalls, Streaming, gelegentlich ein Bild in Lightroom oder ein kurzer Schnitt in iMovie. Das Gerät wiegt rund 1,3 kg und verschwindet in jedem Rucksack.
Ehrlich gesagt fehlt ihm auch etwas: MagSafe (er lädt über USB-C), eine Kamera in 1080p (er hat 720p) und die Möglichkeit, zwei externe Monitore gleichzeitig zu betreiben. Wer damit leben kann, bekommt hier das günstigste Apple-Silicon, das es gibt.
Für wen: Für alle, deren Tag aus Text, Tabellen, Browser und Videocalls besteht, und die dafür nicht mehr bezahlen wollen als nötig.
MacBook Air 15″ M4, 256 GB, 16 GB RAM (Early 2025)
Der M4 Air ist der Punkt, an dem aus «reicht» ein «angenehm» wird. 15,3 Zoll statt 13,3 Zoll heisst, dass zwei Fenster nebeneinander wirklich nutzbar sind und nicht nur theoretisch nebeneinander passen. Dazu 16 GB RAM, also doppelt so viel Arbeitsspeicher wie beim M1.
Genau dieser Arbeitsspeicher ist der Grund, warum sich der M4 im Alltag ruhiger anfühlt, als es die Chipgeneration allein erklären würde. Wer parallel in Lightroom entwickelt, im Browser recherchiert, Musik laufen lässt und daneben eine Videokonferenz offen hat, spürt 16 GB. Der M4 treibt auch zwei externe Displays an, das Gerät ersetzt also einen Desktop.
Der Preis liegt bei 749 CHF, mit dem August-Rabatt von 5 % bei 711.55 CHF. Das ist das teuerste Gerät in diesem Vergleich und gleichzeitig das, bei dem die Rechnung «Preis pro Jahr Nutzung» am schnellsten aufgeht.
Für wen: Für Leute, die mehrere Programme gleichzeitig offen haben, mit Bildern oder Video arbeiten und für die der Laptop das Hauptgerät ist.
MacBook Air 15″ M5, 512 GB, 16 GB RAM (Early 2026)
Die neueste Generation in diesem Vergleich und die einzige mit 512 GB Speicher. Das ist der eigentliche Unterschied. Wer viel lokal ablegt, also Fotobibliothek, Videoprojekte, grosse Sample-Libraries oder virtuelle Maschinen, stösst bei 256 GB schneller an die Grenze als erwartet. Und Speicher lässt sich beim Air nachträglich nicht erweitern.
Dazu die aktuellste Chipgeneration, also der längste Weg bis zum Punkt, an dem Apple die Software-Unterstützung einstellt. Wenn du das Gerät vier oder fünf Jahre behalten willst, ist das ein Argument, das erst am Ende der Nutzungsdauer wirkt, dann aber deutlich.
Für wen: Für die längste Nutzungsdauer und für alle, denen 256 GB schon einmal zu wenig waren.
Preis M5 im August-Deal: 1171 CHF
Die drei Unterschiede, auf die es wirklich ankommt
Alles andere ist Detail. Diese drei Punkte entscheiden, und zwei davon lassen sich später nicht mehr korrigieren.
13 oder 15 Zoll
13,3 Zoll sind mobil, leicht und passen auf jeden Klapptisch im Zug. 15,3 Zoll sind ein Arbeitsplatz. Wenn du das Gerät täglich transportierst und meistens ein Fenster im Vollbild nutzt, ist 13 Zoll richtig. Wenn du meistens am gleichen Tisch sitzt und zwei Dokumente nebeneinander brauchst, sind 15 Zoll ein echter Gewinn. Das merkt man nicht an der Zahl, sondern nach zwei Wochen.
8 oder 16 GB RAM
Der wichtigste Punkt in diesem Guide, weil RAM beim MacBook Air fest verbaut ist. Die Entscheidung ist endgültig.
8 GB reichen für Office, Browser, Mail, Videocalls und Streaming sehr gut. macOS verwaltet Speicher effizient, und der Unterschied fällt bei diesem Nutzungsprofil kaum auf. 16 GB brauchst du, sobald mehrere anspruchsvolle Programme gleichzeitig laufen: Bildbearbeitung, Videoschnitt, Design-Tools, Entwicklungsumgebungen, oder ein Browser mit vierzig Tabs neben allem anderen.
256 oder 512 GB Speicher
Ebenfalls nicht erweiterbar. 256 GB sind ausreichend, wenn du mit iCloud, OneDrive oder Google Drive arbeitest und Fotos und Videos nicht dauerhaft lokal behältst. 512 GB brauchst du, wenn dein Material gross ist und offline verfügbar sein muss. Eine externe SSD ist ein legitimer Ausweg, aber sie liegt nie dann im Rucksack, wenn du sie brauchst.
Welcher Air passt zu deinem Alltag?
Notizen, Office, Recherche, Videocalls: MacBook Air 13″ M1.
8 GB und 256 GB sind für dieses Profil kein Verzicht, sondern passend dimensioniert. Das gesparte Geld steckst du sinnvoller in die Garantieverlängerung, eine gute Tasche und ein externes Display für den Schreibtisch.
Mehrere Programme parallel, Bildbearbeitung, Präsentationen: MacBook Air 15″ M4.
Die 16 GB RAM und der grössere Bildschirm sind die zwei Dinge, die du hier täglich merkst. Nicht der Chip.
Mehrjährige Nutzung mit Reserve, viel lokaler Speicher: MacBook Air 15″ M5.
Wenn das Gerät vier oder fünf Jahre halten soll und du beim Speicher nicht rechnen willst, kauf einmal richtig statt zweimal knapp.
Was refurbished bei Revendo konkret heisst?
«Gebraucht» ist ein weiter Begriff. Bei uns ist er definiert. Jedes MacBook durchläuft eine vollständige Qualitätsprüfung nach dem MATT-Protokoll: Funktionstest aller Komponenten (Display, Tastatur, Trackpad, Lautsprecher, Anschlüsse, Wi-Fi, Bluetooth, Kamera), Messung der Akkukapazität, zertifizierte Datenlöschung und eine optische Einstufung in fünf klar definierte Zustandskategorien von «Schnäppchen» bis «Neu».
Der Akku ist dabei der Punkt, der bei gebrauchten Notebooks am meisten Sorgen macht. Deshalb ist er transparent geregelt: Im Zustand «Gebraucht» liegt die Kapazität bei mindestens 80 %, im Zustand «Neu» bei mindestens 97 %. Du weisst also vor dem Kauf, was du bekommst.
Dazu:
- 1 Jahr Garantie, erweiterbar auf 3 Jahre
- 14 Tage Geld-zurück-Garantie, ohne Begründung
- Reparatur als Apple Authorised Service Provider mit Original-Apple-Teilen
- Zehn Filialen in der Schweiz, falls du das Gerät lieber vor Ort anschauen willst
Der Unterschied zwischen den Zustandskategorien liegt im Äusseren, nicht in der Leistung. Ein Gerät im Zustand «Gebraucht» rechnet genauso schnell wie eines im Zustand «Neu».