Reicht ein iPad von 2021 für die Schule?

«Ein iPad von 2021? Das ist doch fast fünf Jahre alt.»

Stimmt. Und wer aufs Datenblatt schaut, hat mit dem Einwand recht: Es gibt schnellere Chips, schmalere Ränder, hellere Displays. Nur wird ein Schulgerät nicht am Datenblatt gemessen, sondern an einem Schultag. Und ein Schultag verlangt weniger, als der Prospekt suggeriert. Dieser Guide beantwortet deshalb zwei Fragen. Erstens: Reicht das iPad der 9. Generation für das kommende Schuljahr und das danach? Zweitens, und das ist die Frage, die kaum jemand bewusst stellt: In welchem Zustand kaufst du es?


Reicht ein iPad von 2021 für die Schule?

Reicht ein iPad von 2021 für die Schule?

Was seit 2021 dazugekommen ist und was davon in der Schule Anwendung findet

Seit dem iPad 9 sind mehrere neue Generationen des klassischen iPads erschienen, der technische Fortschritt dabei ist echt. Er liegt nur grösstenteils in Bereichen, die im Schulalltag selten relevant werden: mehr Rechenleistung für Bildbearbeitung und Videoschnitt, Fenster-Multitasking mit externem Monitor und KI-Funktionen von Apple, die einen neueren Chip verlangen.

Was das iPad 9 mitbringt, ist dafür bemerkenswert stabil geblieben: ein A13 Bionic, ein 10,2-Zoll-Retina-Display, Touch ID im Home-Button, eine 12-Megapixel-Frontkamera mit Folgemodus für Videocalls, Stereo-Lautsprecher und rund zehn Stunden Akkulaufzeit nach Herstellerangabe. Dazu Unterstützung für den Apple Pencil der ersten Generation und den Smart Connector für Tastaturen.

Was ein Schulgerät heute wirklich leisten muss

Bevor es um den Zustand geht, kurz ein Überblick. Ein iPad in der Schule macht im Wesentlichen sechs Dinge:

  • Notizen: handschriftlich mit dem Pencil oder getippt, in Apple-Notizen, GoodNotes oder Notability.
  • PDFs: Arbeitsblätter und Skripte öffnen, markieren, beschriften, zurückschicken.
  • Recherche: Browser mit mehreren Tabs, Nachschlagewerke, Mediatheken, Online-Wörterbücher.
  • Videos: Erklärvideos, Aufzeichnungen, Streaming.
  • Lern-Apps: Vokabeltrainer, Mathe-Apps, Quiz-Tools, was die Schule vorgibt.
  • Office: Word, Excel und PowerPoint oder Pages, Numbers und Keynote, dazu Teams oder Zoom und die Cloud der Schule.

Das ist kein anspruchsloser Überblick. Es ist ein Überblick, der Ausdauer verlangt: ein Gerät, das von morgens bis nachmittags durchhält und nicht direkt kaputtgeht, wenn die Geste zur Pultnachbar:in gerade wichtig war. 

Wo das iPad 9 mühelos reicht

Bei allem oben Beschriebenen.

Handschriftliche Notizen laufen flüssig, und der Pencil der ersten Generation schreibt genauso präzise wie der der zweiten. Der Unterschied liegt beim Laden und Befestigen, nicht beim Schreiben.

PDFs öffnen ohne Zögern. Zwei Apps nebeneinander, also Split-View mit Skript links und Notizen rechts, funktionieren. Und Videocalls sehen dank Folgemodus oft besser aus als auf einem Notebook, weil die Frontkamera dem Gesicht folgt, wenn man sich bewegt.

Das Gewicht liegt bei rund 490 Gramm. Zusammen mit einer Tastaturhülle bleibt das Paket leichter als jedes Notebook, und Touch ID im Home-Button entsperrt schneller, als ein Passwort getippt ist.

Wo es nicht reicht, ehrlich gesagt

Drei Dinge kann das iPad 9 nicht. Wenn eines davon auf deiner Liste steht, ist es das falsche Gerät.

  • Apple Pencil nur erste Generation. Der haftet nicht magnetisch am Rand, er lädt über den Lightning-Anschluss (der Pencil steht dabei aus dem iPad heraus, das ist gewöhnungsbedürftig) und kennt keine Doppeltipp-Gesten. Geschrieben wird damit gleich gut, aber wer den Stift gern verliert, verliert ihn hier häufiger.
  • Kein Stage Manager. Frei skalierbare Fenster und ein sinnvoll nutzbarer externer Monitor verlangen ein iPad mit M-Chip. Split View ja, Stage Manager nein.
  • Keine anspruchsvolle Bild- und Videobearbeitung. Ein Foto zuschneiden und aufhellen, ein Video für die Präsentation kürzen: kein Problem. Mehrspurige 4K-Schnitte, grosse Fotokataloge oder aufwendige 3D-Apps brauchen mehr.

Wenn das dein Fall ist, liegt die Antwort bei den gleichen Deals: Das iPad Air 5. Generation (2022) mit 64 GB und Wi-Fi + Cellular ist im August ebenfalls reduziert, von CHF 450.– auf CHF 405.–. M1-Chip, laminiertes Display, Apple Pencil der zweiten Generation.

Dazu zwei Kleinigkeiten der Ehrlichkeit halber. Geladen wird über Lightning, nicht über USB-C. Das ist im USB-C-Haushalt ein zweites Kabel. Und das Display ist nicht vollflächig verklebt, es liegt also eine feine Luftschicht zwischen Glas und Panel, und eine Antireflex-Beschichtung fehlt. Im Klassenzimmer merkt man das selten. Am Fenster in der Mittagssonne schon.

Und jetzt die eigentliche Frage: Welcher Zustand?

Hier wird es interessant, weil diese Entscheidung fast niemand bewusst trifft. Bei Revendo wählst du zum Modell auch den Zustand, und die Stufen unterscheiden sich im Aussehen, nicht in der Funktion. Jedes Gerät durchläuft dieselbe technische Prüfung, egal welche Stufe darauf steht.

  • Schnäppchen: deutliche Spuren, sichtbare Kratzer, eventuell kleine Dellen am Rahmen. Geprüft und voll funktionsfähig.
  • Gebraucht: sichtbare Gebrauchsspuren, aus Armlänge erkennbar, im Betrieb kein Thema.
  • Sehr gut: leichte Spuren, die man suchen muss.
  • Wie neu: praktisch keine Spuren.
  • Neu: neuwertig und ungebraucht.

Für ein Schulgerät ist «Sehr gut» oder «Gebraucht» die rationale Wahl. Der Grund ist unromantisch: Ein iPad, das täglich zwischen Büchern, Etui und Taschenrechner liegt, sieht nach einem Schuljahr aus wie ein iPad, das täglich in der Schultasche liegt. Der Aufpreis für «wie neu» kauft also einen Zustand, der die erste Schulwoche womöglich nicht übersteht. Dasselbe Geld ist in einer stabilen Hülle und einer Displayschutzfolie besser angelegt, weil die den Zustand tatsächlich erhalten.

Genau deshalb steht das iPad in den August-Deals im Zustand «Sehr gut»: leichte Spuren, die im Alltag niemandem auffallen.

Der Akku ist bei dieser Variante separat als «Gebraucht» eingestuft, hat also noch mindestens 80 Prozent seiner ursprünglichen Kapazität.

Zwei Ausnahmen, bei denen die höheren Stufen ihren Sinn haben. Erstens, wenn das iPad ein Geschenk ist und der Moment des Auspackens zählt. Zweitens, wenn es später weitergegeben oder verkauft werden soll, denn ein besserer Ausgangszustand bedeutet einen besseren Restwert.

Reichen 64 GB? Und genügt Wi-Fi?

Das Gerät in den Deals hat 64 GB Speicher und Wi-Fi. Beides klingt nach wenig und ist es in der Schule meistens nicht.

Speicher

64 GB reichen, weil das Schwergewicht ausgelagert ist: Arbeitsblätter, Skripte und Abgaben liegen in OneDrive, Google Drive oder iCloud, Fotos und Videos ebenfalls. Lokal Platz brauchen nur das System, die Apps und die Dokumente, die offline verfügbar sein sollen. Bei normaler Schulnutzung bleibt das im Rahmen.

Eng wird es in drei Fällen: wenn viele Serien und Filme offline mitreisen, wenn in GarageBand Musik entsteht, oder wenn sich mehrere Personen im Haushalt das iPad teilen. Wer sich in einem davon wiedererkennt, plant den Speicher besser grösser.

Konnektivität

Cellular, also ein iPad mit eigener SIM, klingt praktisch und ist für ein Schulgerät selten nötig. In der Schule liegt WLAN, zu Hause auch, und für die Lücke dazwischen genügt der persönliche Hotspot vom iPhone. Ein Cellular-Modell kostet mehr und braucht zusätzlich ein Abo.

Nötig wird es in drei Situationen: wenn das iPad das Hauptgerät für den Internetzugang ist, wenn der Schulweg lang ist und dort tatsächlich gearbeitet wird, oder wenn viel ausserhalb bekannter Netze läuft. Für diesen Fall ist das iPad Air 5. Generation mit Wi-Fi + Cellular im August die passende Alternative.

Wie lange macht es realistisch mit?

Beim Akku gibt Apple für das iPad 9 rund zehn Stunden Video- oder Webnutzung an. Ein Schultag verbraucht davon weniger, als man denkt, weil das Gerät zwischen den Lektionen im Rucksack schläft und nicht rechnet. Auch mit mindestens 80 Prozent Restkapazität kommst du also durch den Tag und lädst abends zu Hause. Und wenn die Kapazität irgendwann nicht mehr genügt: Wir sind Apple Authorised Service Provider, der Akku lässt sich tauschen, das ganze Gerät muss dafür nicht ersetzt werden.

Beim Softwaresupport gilt Apples bekanntes Muster: iPads bekommen über viele Jahre neue Systemversionen, danach weiter Sicherheitsupdates. Das iPad 9 ist bei den grossen iPadOS-Versionen der letzten Jahre dabei geblieben. Für ein Schuljahr und das darauffolgende ist das keine offene Frage, sondern eine ruhige Rechnung.

Die August-Deals laufen bis 31.08.

Das iPad der 9. Generation (2021) mit 64 GB und Wi-Fi in Space Grau steht bei CHF 238.– und liegt mit 10 Prozent Rabatt bei CHF 214.20. Angeboten wird es im Zustand «Sehr gut» mit Akku «Gebraucht», also genau in der Kombination, die für ein Schulgerät die vernünftigste ist.

Dabei ist bei jedem Gerät: geprüfte Technik, mindestens 1 Jahr Garantie mit Option auf 3 Jahre, 14 Tage Rückgaberecht, Service durch einen Apple Authorised Service Provider und neun Filialen in der Schweiz, in denen du das iPad vor dem Kauf in die Hand nehmen kannst. Versand ab CHF 50.– ist kostenlos.

Und wenn du unsicher bist, ob dir ein iPad von 2021 reicht: Die 14 Tage sind genau dafür da. Entscheide am Schreibtisch, nicht im Datenblatt.

Zum iPad 9. Generation